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Reitturnier für Menschen mit Handicap

Unser Turnier fand am 30. Mai 2009 statt und war ein toller Tag für alle Beteiligten. Zu diesem Turnier kamen Menschen mit Beeinträchtigungen zu uns, reiterliche Vorkenntnisse waren nicht erforderlich. Auch Zuschauer und Interessenten waren herzlich willkommen.

Es war um Anmeldung gebeten, denn auch hier müssen Vorbereitungen getroffen werden.. Es war für gute Stimmung gesorgt, man konnte Leckereien essen, Kaffee und Kuchen warteten auf unsere Besucher. Der Tag war ein tolles Erlebnis für alle Beteiligten, wir werden so eine Veranstaltung bald wieder organisieren.


Schauen Sie sich eine Auswahl der Bilder an,
im Anschluss daran können Sie den Artikel aus der OTZ nachlesen...

 

Reitturnier Reitturnier
Reitturnier Reitturnier
Reitturnier Reitturnier
Reitturnier Reitturnier
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Artikel aus der OTZ von Renate Klein, erschienen im Juni 2009

Pferde legen nie die Hufe hoch
Ein besonderes Reitturnier in Moßbach - Verein gibt Hilfe für behinderte Menschen
Moßbach. "Das Pferd ist ein Kamerad in der Gefahr, ein Gefährte in der Einsamkeit und ein verlässlicher Partner...", sagte Charles Schreyvogel.
Dass Pferde noch ganz andere Qualitäten haben, das zeigte sich am Samstagnachmittag in der Reithalle in Moßbach.
Dorthin hatte der Therapie- und Reitsportverein zum zweiten Mal zu einem Turnier für Menschen mit Handicap eingeladen. Gut vorbereitet hatten sich die aktiven Mitglieder des Vereins, zu dem vorrangig junge Leute gehören. Ein tatkräftiges Team wies die Gäste auf dem Parkplatz ein, versorgte mit leckerem selbst gebackenen Kuchen, Bockwürsten sowie Getränken. In der Reithalle gab es Sitzgelegenheiten und die Anmeldung der Teilnehmer wurde im Computer registriert.
Katrin Schössow, Vorsitzende des Vereins, begrüßte die Gäste und verwies lächelnd darauf, dass es zu diesem Turnier nur Sieger geben werde. Von ihr erfuhr man etwas über den Sinn des therapeutischen Reitens. Für körperlich und geistig beeinträchtigte Menschen wird die Bewegung des Pferdes spezifisch und inividuell als therapeutischer Reiz eingesetzt. "Sämtliche Muskeln lockern sich beim Reiten", weiß sie aus Erfahrung. "Der Spaß muss dabei im Vordergrund stehen", ist die Ergotherapeutin überzeugt. Vor etwa vier Jahren hatte Katrin Schössow, die schon immer für den Pferdesport schwärmte, erste Versuche mit dieser Therapie gemacht und sich von den positiven Wirkungen überzeugt. Durch ihr Bestreben entstand der Verein, zu dem 24 Mitglieder mit und ohne Handicap gehören. Das Reiten kann man dort auch als Mensch ohne Behinderung lernen.
Zum Auftakt des Turniers gab es Kostproben vom Können der edlen Vierbeiner unter der Führung ihrer jungen Reiterinnen mit passender Musik.
Mit stürmischen Applaus wurde Mario Jaensch bedacht, der sich mit seiner Gitarre mutig auf den Hengst "Lauro" schwang und mit rauchiger Stimme gekonnt Countrysongs in reinstem Englisch vortrug. Auch wenn "Lauro" anfangs etwas nervös reagierte, so beruhigte er sich doch schnell und zog geduldig seine Runden.
Geduld und Charakter sowie das nötige Einfühlungsvermögen muss ein Pferd mitbringen, wenn es in der Reittherapie arbeiten soll. Das sei wichtig, erklärt die Vereinsvorsitzende. Der Verein verfügt neben anderen Pferden über vier ausgebildete Therapiepferde unterschiedlicher Rassen, sogar ein Wildpferd ist dabei.
Als die Vorführungen beendet waren, kamen diese Viebeiner zum Einsatz. Vorrangig behinderte Kinder standen auf der Meldeliste bei einem kleinen Turnier. Wie gut ihnen der Kontakt mit den edlen Tieren tut, das war unschwer zu erkennen. Leuchtende Augen sprachen Bände. Nicht zuletzt war es für einen stillen Beobachter auch rührend, den Stolz und die Freude der Eltern zu sehen. Jeder Teilnehmer erhielt zuletzt ein Präsent und eine Pferdeschleife, die mit gestiegenem Selbstbewußtsein entgegen genommen wurden.
Mit der Veranstaltung war Katrin Schössow sehr zufrieden. Die Arbeit mit Pferden und Menschen bezeichnet sie als Berufung. Was für ein Aufwand damit verbunden ist, können Außenstehende kaum erkennen. Treffend drückt das ein Zitat von Beerbaum aus:"Pferde legen nie die Hufe hoch, sie wollen täglich trainiert und gepflegt werden."

 

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